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  8 Tage Israel und Palästina
  Begegnungsreise

Tourverlauf 8 Tage „Israel und Palästina entdecken"

Tourverlauf:

Tag 1:            „Unsere kleine Einwanderungswelle"

Wir fliegen von mit der HapagFly von München nach Tel Aviv.

Kurze Fahrt zum nahen Friedensdorf Neve-Shalom/Wahat-As-Salam (www.nswas.com) zwischen Tel-Aviv und Jerusalem. Wir unterstützen dieses Friedensprojekt, wo israelische und arabische Familien bewusst versuchen in guter Nachbarschaft zu leben. Der Lehrplan der Schule umfasst für alle Schüler Unterrichtsttunden in hebräischer und arabischer Sprache. Dort beziehen wir unser Quartier für eine Nacht und haben nach dem Abendessen Gelegenheit, die Gruppe kennenzulernen. Es wird ein Überblick über die Reise gegeben.

Tag 2:            „Vor den Toren Jerusalems"

In den Morgendstunden werden wir von einem Repräsentanten des Dorfes durchs Dorf geführt und begegnen dabei Dorfbewohnern. Später fahren wir nach Jerusalem und genießen zur Begrüßung erst mal den herrlichen Panoramablick vom Ölberg über Jerusalem, das für drei große Weltreligionen gleichermaßen heilig ist. Wir spazieren gemütlich zu Fuß den Ölberg hinab, an jüdischen Friedhöfen vorbei zur Kapelle Dominus Flevit, wo Jesus über das Schicksal Jerusalems geweint hat, weiter zum Garten Getsemaneh, wo er später verraten und festgenommen wurde, dort ist die Kirche der Nationen ein Symbol der Einheit der Christen. Später besichtigen wir die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, nach dem reichhaltigen Abendesen haben wir die Möglichkeit zu einem Bummel in der Fußgängerzone der Ben Yehuda Straße, wo sich die Jugend Jerusalems trifft in den zahlreichen Cafés und Restaurants.

Tag 3:            „Das ist Jerusalem Altstadt"

Wir sehen die legendäre “Klagemauer”, die die Juden schlicht “Westmauer” nennen. Danach gehen wir auf der  Via Dolorosa, dem Leidensweg Christi von der  St. Annen Kirche, vorbei an Antoniafestung und Ecce Homo Bogen zur Grabeskirche. Dort verweilen wir auf Golgatha, wo Jesus gekreuzigt wurde. Nebenan ist die evangelische Erlöserkirche. Nach einem erfrischenden Imbiß schlendern wir durch die bunte Welt des arabischen Bazars und durchs Jüdisches Viertel . Wir haben danach Zeit zum Bummeln in Altstadt.

Tag 4:            „Bethlehem" wörtlich: Haus des Brotes

In Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu sehen wir die Geburtskirche und den davor liegenden Krippenplatz. Wir fahren weiter nach Beit Jala, wo uns ein Mitarbeiter durch die Behindertenorganisation LIFEGATE führt (http://www.lifegate-reha.de). Bei der palästinensischen Buchautorin Faten Mukarker lassen wir uns durch die arabische Gastfreundschaft und das selbst zubereitete Mittagessen verwöhnen. Faten Mukarker spricht zu uns über die Lebensbedingungen in Palästina in einem Vortrag, Danach besuchen wir  die Evangelischen Gemeinde von Pfarrer Jadallah Shidahei und seine Abrahamsherberge, die als Ort der Begegung Menschen aller Konfessionen und Religionen offen steht.

Tag 5: Nablus, Sebastia und Gerazim

In  Nablus. Besichtigen wir den Tell Ballata, wo von deutschen Archäologen Reste des alten Sichem freigelegt wurden und Befestigungen des Hyskos, die aufs 17. Jhdt v.Chr. zurückgehen, Besuch des Jakobsbrunnens, wo Jesus der Samariterin begegnet ist, Besuch des völlig untouristischen arabischen Suq von Nablus, einem der größten Suqs des Orients.

Als Ort des Mittagessens haben wir eines der schönsten Dachrestaurants, die ich kenne reserviert. Als wir vor Jahren abends dort waren, ging gerade der Mond über den gegenüberliegenden Bergen des Tales auf und schien auf das im Tal liegende Nablus. Der Duft der Wasserpfeifen ließ uns glauben, wir lebten in 1001 Nacht...

Nach dem Mittagessen gehen wir durch die gartenähnlichen Ausgrabungen des Alten "Samaria" (Sebaste), das einst (880-721 v. Chr.) Hauptstadt des Nordreiches war. Verschiedene Siedlungsschichten sind sehr schön zu sehen. Zeit zum Stöbern im Geschenkshop.

Auf dem Rückweg nach Jerusalem fahren wir noch auf den Berg Gerazim, der für die wenigen noch lebenden „Samariter“ heute noch der Ort ist wo Abraham seinen Sohn Isaak opfern sollte. Wenn wir Glück haben, können wir dort einer Bäurin beim Backen des Fladenbrotes zuschauen.

Tag 6: Südliche Westbank: Hebron, Herodion, Salomons Teiche

In der Südlichen Westbank besuchen wir zunächst die Abrahamseiche („Mamre). Dort bewirtete Abraham die drei Männer (1. Buch Mose 18, 1-2) Der zentrale Punkt dieses Tages ist Hebron. Dort befindet sich im Stadtzentrum die Höhle Machpela, die arabisch Haram-El-Khalil heißt. Sie ist sowohl für Juden, wie auch für Muslime eine der bedeutensten Heiligtümer. Dort befinden sich nach jüdischer und muslimischer Tradition die Gräber der Patriarchen: Abraham und Sara, Jakob und Lea und Isaak und Rebekka. Die Muslime verehren in einem Seitenraum das Grab Josephs, das nach jüdischer Überlieferung aber in Nablus sein soll. Wie ein Vulkankrater sieht das Herodion aus: eine ehemalige Palastanlage des Herodes. Von dort kann man in der Ferne den Ölberg in Jerusalem, das Tote Meer und das komplette judäische Bergland überschauen. Auf dem Rückweg machen wir Halt an Salomons Teichen, die für die Wasserversorung Jerusalems zu Zeiten des Alten Testaments gebaut wurden.

Im Kloster Mar Saba haben wir eine Begegung mit Bruder Lazarus, einem zum Orthodoxen Glauben konvertierten Amerikaner, der uns über das Leben im Wüstenkloster berichtet.

Tag 7: „Archäologische Reise in die Vergangenheit"

Von Jerusalem geht’s 1200 Höhenmeter abwärts nach Jericho. Dort hatte Josua durch Posaunenklänge die Mauer zum Einsturz gebracht. Wir besichtigen die Ausgrabung eines neolithischen Wachturms. Weiter geht’s nach Qumran, wo die geheimnisvolle Glaubensgemeinschaft der Essener ihr Zentrum hatte. Nach einem Picknick fahren wir zur Festung Massada weiter, der letzten Bastion der jüdischen Zeloten gegen die Römer. Gegen Abend gibts ein unvergessliches Bad im Toten Meer, bevor wir Richtung Jerusalem/Tel Aviv in unser letztes Quartier vor dem Abflug aufbrechen.

Wir treffen uns wieder zum Abendessen, wo der Reiseleiter wieder einmal die Erinnerung an die vergangenen, erlebnisreichen Tage mit den für die Region typischen Trinksprüchen festhält.

Tag 8:            „Nächstes Jahr wieder in Jerusalem"

Am Morgen beginnt unsere Rückreise nach Deutschland. Unsere vielen Reiseeindrücke lassen uns vielleicht den jüdischen Gruß: “Nächstes Jahr in Jerusalem” in den Sinn kommen.

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